Evakuierungs-Übung von Feuerwehr und Rotem Kreuz in Obertauern

In einer groß angelegten Übung von Rotem Kreuz, Polizei und Feuerwehr wurde in Obertauern eine Evakuierung des Hotels Wismeyerhaus in Obertauern erprobt. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen in einem Großschadensereignis mit einer hohen Anzahl an verletzten Personen zu üben.

Annahme war eine Gas-Explosion im Erdgeschoß des Hotel-Gebäudes, durch welche Teilbereiche des Gebäudes eingestürzt sowie weitere Teile des Gebäudes vollständig verraucht wurden sind. Dadurch war eine Rettung der Personen über das Stiegenhaus nicht mehr möglich. Nachdem die Feuerwehr Obertauern um 14:00 Uhr über Sirene alarmiert wurden war, wurde bereits unmittelbar nach Eintreffen am Einsatzort Alarmstufe 3 ausgerufen, die in Folge auf Grund dem hohen Bedarf an Atemschutzkräften auf Alarmstufe 4 erhöht wurde.

Die eingeschlossenen Personen wurden über die Drehleitern Obertauern, Altenmarkt sowie den Hubsteiger aus St. Johann im Pongau über die Fenster des Gebäudes gerettet und dem Roten Kreuz zur weiteren Betreuung übergeben. Die Feuerwehren der Gemeinden Obertauern, Untertauern, Tweng, Mauterndorf, St. Johann im Pongau, Altenmarkt, Bischofshofen, Tamsweg, Radstadt und Mariapfarr führten unter schwerem Atemschutz die Rettung der Personen aus dem Gebäude sowie die unmittelbare Brandbekämpfung durch. Die geretteten Hotelgäste wurden anschließend dem Roten Kreuz übergeben, welches mit 3 Notärzten unter der Leitung von MR Dr. Werner Aufmesser die medizinische Versorgung der Patienten sicherstellte und den Transport in die umliegenden Krankenhäuser in Schwarzach, Schladming und Spittal veranlasste. Hierzu wurden Rettungswagen sowie zur Unterstützung der Rettungshubschrauber Martin 1 eingesetzt. Die unverletzten Personen wurden weiterhin durch ein Kriseninterventionsteam seelsorgerisch betreut.

„Die Zusammenarbeit der einzelnen Einsatzorganisationen funktionierte problemlos und zeigt, dass die Blaulichtorganisationen auch bei Großschadenslagen optimal zusammenarbeiten und so auch eine große Anzahl an verletzten Personen in einem kurzen Zeitraum optimal retten, betreuen und versorgen können“, so Bezirksfeuerwehrkommandant BR Robert Lottermoser. Innerhalb von rund 3 Stunden konnten alle eingeschlossenen Personen gerettet und einer jeweils optimalen medizinischen Versorgung zugeführt werden.

„Besonders hervorzuheben ist auch das Engagement der Bevölkerung in Obertauern, welche die Übung bei Regen und Temperaturen um die Null Grad als Statisten unterstütze. Aber auch das Engagement und die Motivation der teilnehmenden Einsatzkräfte zeigte, dass man in Obertauern für die kommende Winter-Saison wieder bestens gerüstet ist“, freut sich OBI Bernhard Lürzer, LöschzugsKommandant Obertauern der Freiwilligen Feuerwehr.

An der Übung, deren Vorbereitungszeit rund 6 Monaten betrug, nahmen insgesamt 178 Einsatzkräfte mit 30 Fahrzeugen sowie 90 Statisten aus der Bevölkerung teil. Die Übung konnte um 18:00 Uhr erfolgreich beendet werden.


Waldbrandübung Bezirk Pongau am 29.05.2015

Der wochenlang andauernde Waldbrand in Kärnten hat gezeigt, dass in Österreich auch regelmäßig Brände in unwegsamem Gelände auftreten können, welche die Feuerwehren in besonderer Weise herausfordern. Um für Einsätze dieser Art gerüstet zu sein, führen die Kräfte der Feuerwehr zusammen mit weiteren Einsatzorganisationen regelmäßige Übungen durch.

Am 29.05.2015 fand in den Gemeindegebieten von Radstadt und Filzmoos die diesjährige BezirksWaldbrandübung statt. Zielsetzung der Übung war die Erprobung der Zusammenarbeit von Bundesheer, Rotem Kreuz, Polizei sowie den Kräften der Feuerwehr. Um 13:00 Uhr meldete ein Wanderer einen Waldbrand im Bereich Schörgi-Alm/Jägerhütte auf dem Rossbrand. Die örtlich zuständige Feuerwehr Radstadt alarmierte auf Grund der sichtbaren Rauchentwicklung einerseits die Feuerwehr Filzmoos sowie Spezialausrüstung zur Waldbrandbekämpfung. Nach einem ersten Erkundungsflug mit einem Hubschrauber des Bundesministerium für Inneres (BMI) wurden zur Unterstützung ebenfalls das Österreichische Bundesheer mit 2 Hubschraubern, die Waldbrandausrüstung der Feuerwehr St. Johann, das Rote Kreuz sowie die Feuerwehren Altenmarkt, Eben, Forstau, Reitdorf und Untertauern alarmiert. Nach deren Eintreffen am Einsatzort wurden diese mit dem erforderlichen Material mit Hilfe der Hubschrauber zu den Einsatzstellen am Berg geflogen. Für die Materialtransporte musste die Bundesstraße B320 sowie die Bahnstrecke zwischen Radstadt und Mandling zeitweise gesperrt werden.

Um 13:30 kam es zudem zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person im Mühlbachgraben, welcher ebenfalls einen Waldbrand an der Unfallstelle auslöste. Hierzu wurde durch den Einsatzleiter das EU-Modul „GFFFV“ (Ground Forest Fire fighting with Vehicles) des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg alarmiert, welches die Rettung der eingeklemmten Personen und die nachfolgende Bekämpfung des Waldbrandes durchführte. Zu deren Unterstützung wurde ebenfalls die Bergrettung Radstadt alarmiert, welche die notwendigen Sicherungsarbeiten durchführte.

„Die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Kräften hat bestens funktioniert und auch die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften konnte im Laufe des Einsatzes optimiert werden“, stellt der Gesamteinsatzleiter Abschnittsfeuerwehrkommandant Peter Listberger fest. Die Kommunikation wurde durch einen Führungsstab, in dem alle Einsatzkräfte vertreten waren, abgebildet.

Insgesamt waren 165 Einsatzkräfte des Österreichischen Bundesheeres, der Polizei, der ÖBB, der Bundesforste, der Bergrettung, des Roten Kreuzes sowie der Feuerwehren St. Johann, Altenmarkt, Eben, Forstau, Filzmoos, Untertauern, Radstadt und Reitdorf sowie des Landesfeuerwehrverbandes im Einsatz. Die Übung konnte um 19:00 Uhr beendet werden.