Schwerer Verkehrsunfall auf B311 in Schwarzach

Zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person wurde die Feuerwehr Schwarzach über Sirenenalarm um 16:33 Uhr in den Schönbergtunnel alarmiert. Gemäß Sonderalarmplan Tunnel wurde auch die Feuerwehr St. Veit zum Einsatz angefordert.

Unverzüglich rückten KDTFA, VRFA und RLFA zum Einsatz aus. Beim Eintreffen des Einsatzleiters OFK Markus Buzanich stellte sich folgende Lage dar: Der Unfall ereignete sich vor dem Schönbergtunnel beim Westportal, eine schwerverletzte Person war im Fahrzeug eingeschlossen und Notarzt, Rotes Kreuz sowie die Polizei waren vor Ort.

Aufgrund dieses Szenarios wurden MTFA, LF und TLFA nachbeordert. Sofort wurde die Unfallstelle abgesichert und die hydraulischen Rettungsgeräte (Bergeschere) vorbereitet. Schnell wurde die Türe entfernt und die Rettung vorbereitet. Anschließend wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Notarzt und den Kameraden aus St. Veit die Person aus dem Unfallfahrzeug gerettet. Nach der Aufnahme durch die Polizei wurden durch die Einsatzkräfte die Unfallfahrzeuge für den Abtransport vorbereitet und ein Abschleppunternehmen beim Verladen unterstützt. Abschließend wurde die Unfallstelle gereinigt und herumliegende Teile entfernt.

Neben den Aufräumarbeiten an der Unfallstelle wurde der Verkehr einspurig geregelt. Nach dem Aufrüsten im Feuerwehrhaus konnte der Einsatzleiter den Einsatz beendet.

Bericht und Fotos: Feuerwehr Schwarzach

Suche nach vermisster Person in Salzach bei Bischofshofen

Mittwoch Abend gegen 20:00 Uhr beobachteten mehrere Zeugen eine Person, die im Bereich einer Fußgängerbrücke in Bischofshofen in der Salzach trieb und anschließend unterging. In der Folge wurde sofort eine umfangreiche, gemeinsame Suchaktion von Feuerwehr, Wasserrettung, Polizei und Rotem Kreuz eingeleitet.

Feuerwehr und Wasserrettung suchten den Fluss mit mehreren Booten ab; die Uferbereiche wurden von mehreren Suchtrupps abgegangen und durchkämmt. Besonders kontrolliert wurden auch die Staubereiche der flussabwärts liegenden Kraftwerke, insbesondere der des Kraftwerks Kreuzbergmaut.

Des Weiteren setzte die Wasserrettung mehrere Tauchtrupps ein. Die Suche wurde dabei durch trübes Wasser und einen hohen Wasserstand erheblich erschwert.

Zusätzlich wurden sämtliche Brücken flussabwärts bis Werfen mit Mannschaft besetzt und die Salzach von dort aus beobachtet. Mit Einbruch der Dunkelheit wurden auch umfangreiche Beleuchtungsmaßnahmen errichtet.

Ein Hubschrauber des Innenministeriums mit Infrarot-Wärmebildkamera war ebenfalls im Einsatz und flog den Flusslauf mehrmals ab. Zur Koordination des Einsatzes wurde vor Ort eine gemeinsame Einsatzleitung von Feuerwehr, Wasserrettung, Polizei und Rotem Kreuz eingerichtet. Die Einsatzorganisationen stimmten sich hier über Suchgebiete und weiteres Vorgehen ab.

Ein Kleidungsstück des Vermissten konnte geborgen werden. Von der Person selbst fehlt jedoch jede Spur.

Die Suche musste kurz nach 23:00 Uhr auf Grund der Dunkelheit abgebrochen werden. Insgesamt standen 181 Mann im Einsatz.
Die Wasserrettung setzte die Suche am Donnerstag fort.

Update am 18.06.2021:
Am späten Abend des 17.06. konnte die Wasserrettung Bischofshofen den Vermissten mit einem Schleppsonar etwa einen Kilometer flussabwärts der Unfallstelle orten und anschließend aus rund neun Metern Tiefe bergen.

Einsatzkräfte Feuerwehr:
FF Bischofshofen: 8 Fahrzeuge + Boot, 33 Mann
FF St. Johann im Pongau: 3 Fahrzeuge + Boot, 15 Mann
FF Pfarrwerfen: 4 Fahrzeuge, 28 Mann
FF Werfen: 4 Fahrzeuge, 24 Mann
BFK Pongau LBD-Stv. Robert Lottermoser

Gesamt-Einsatzleiter: HBI Hartmut Wetteskind

Weitere Einsatzkräfte:
Wasserrettung Bischofshofen
Wasserrettung St. Johann
Wasserrettung Schwarzach
Wasserrettung Gastein
Wasserrettung Altenmarkt im Pongau
Polizei mit Hubschrauber
Rotes Kreuz

Fotos:
OV Stefan Hafner, Öffentlichkeitsarbeit Abschnitt II Pongau

 

LKW durchbricht Leitschiene, Fahrer eingeklemmt

Donnerstag Mittag ereignete sich auf der A10 Tauernautobahn, Fahrtrichtung Villach, zwischen Brentenbergtunnel und Zetzenbergtunnel ein schwerer LKW-Unfall. Der Fahrer wurde dabei in seinem Fahrzeug eingeklemmt.

Der Lenker kam mit seinem LKW im Bereich einer Betriebsumkehre rechts von der Fahrbahn ab und durchbrach die Leitschiene. Das Fahrzeug kippte daraufhin auf die Fahrerseite und kam auf der Böschung zum Liegen.

Um 12:33 wurden die Feuerwehren Pfarrwerfen und Werfen zum Einsatz alarmiert. Noch während der Anfahrt wurde bestätigt, dass sich der Fahrer noch im Fahrzeug befand.

Vor Ort wurde von der Feuerwehr zunächst ein Zugang zum Lenker geschaffen. Dazu mussten Windschutzscheibe und Dachluke des Fahrerhauses entfernt werden. Gleichzeitig wurde das Unfallfahrzeug von der Autobahn aus mit einer Seilwinde gegen Abrutschen gesichert. Bei der Erstversorgung wurde festgestellt, dass der Fahrer verletzt, aber ansprechbar und im Bereich beider Beine eingeklemmt war. Während ein Bein schnell befreit werden konnte, gestaltete sich die Befreiung des anderen Beins schwierig.

Der Fahrer konnte schließlich mit Hilfe von hydraulischem Rettungsgerät und Säbelsäge befreit und über die Dachluke aus dem Fahrzeug gerettet werden. Anschließend wurde er mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Die Feuerwehr fing danach noch auslaufenden Kraftstoff auf.
Die Autobahn musste für den Einsatz komplett gesperrt werden. Es entstand ein erheblicher Rückstau.

Einsatzkräfte Feuerwehr:
Feuerwehr Pfarrwerfen: 3 Fahrzeuge, 18 Mann
Feuerwehr Werfen: 3 Fahrzeuge, 13 Mann
Einsatzleiter: Lm Josef Laner

Weitere Einsatzkräfte:
Rotes Kreuz mit Notarzt
Polizei
Straßenmeisterei
Bergeunternehmen

Großeinsatz nach schwerem LKW-Unfall auf B99

Ein schwerer LKW-Unfall auf der B99 Katschberg Straße im Bereich Hüttau am Morgen des 25. Mai hatte einen Großeinsatz von Feuerwehr und Wasserrettung zur Folge. Ein mit einem Fahrmischer ausgerüsteter Sattelzug war in einer Kurve umgekippt. In der Folge durchbrach er die Leitschiene und drohte in den Fritzbach zu stürzen.

Um 7:30 Uhr wurde die Feuerwehr Hüttau alarmiert. Auf Grund der Meldung musste von einer eingeklemmten Person ausgegangen werden, weshalb der Einsatzleiter Hüttau noch während der Anfahrt die Feuerwehren St. Martin und Bischofshofen mit hydraulischem Rettungsgerät zur Unterstützung anforderte. Des Weiteren wurde die Wasserrettung Bischofshofen alarmiert.

Vor Ort stellte sich heraus, dass der LKW-Fahrer zwar verletzt war, das Unfallfahrzeug aber bereits aus eigener Kraft verlassen konnte. Er wurde von einem First Responder und vom Roten Kreuz erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus geflogen.

Aus dem schwer beschädigten Fahrmischer war zu diesem Zeitpunkt bereits eine unbekannte Menge Hydrauliköl ausgetreten und in den Fritzbach geflossen. Daher wurde – nach Rücksprache mit der Behörde – beschlossen, einige Kilometer flussabwärts eine Ölsperre zu errichten.

Dazu wurden die Feuerwehren Pfarrwerfen und St. Johann nachalarmiert. Während die Feuerwehr Pfarrwerfen eine Ölsperre im Bereich Kreuzbergmaut errichtete, kontrollierten die Feuerwehr Bischofshofen und die Wasserrettung Bischofshofen die Flussmündung des Fritzbachs in die Salzach mit Booten. Zusätzlich hielt die Feuerwehr St. Johann eine zweite Ölsperre im Bereich des Kraftwerks Kreuzbergmaut in Bereitschaft vor.

Um eine Ölverschmutzung ausschließen zu können, wurde die Ölsperre erst zwei Stunden nach Abschluss der Bergungsarbeiten wieder abgebaut. Die Feuerwehr beendete ihren Einsatz somit gegen 14:30 Uhr.

Das Unfallfahrzeug musste mit einem Mobilkran geborgen werden. Für die Dauer der Bergungsarbeiten war die B99 vollständig gesperrt.

Einsatzkräfte Feuerwehr:
FF Hüttau: 3 Fahrzeuge, 17 Mann
FF St. Martin am Tennengebirge: 3 Fahrzeuge, 14 Mann
FF Bischofshofen: 5 Fahrzeuge + Boot, 18 Mann
FF Pfarrwerfen: 3 Fahrzeuge, 14 Mann
FF St. Johann im Pongau: 5 Fahrzeuge + Boot + Ölwehranhänger, 12 Mann
BFK Pongau LBD-Stv. Robert Lottermoser
AFK 2 Pongau BR Roman Spiegel

Gesamt-Einsatzleiter: BFK Pongau LBD-Stv. Robert Lottermoser

Weitere Einsatzkräfte:
Wasserrettung Bischofshofen
Rotes Kreuz
Notarzthubschrauber
Polizei
Straßenmeisterei
Bergeunternehmen

Fotos:
BFK Pongau, Feuerwehr Pfarrwerfen, Wasserrettung Bischofshofen